Das Haus Djalali, ehemals Scheich Baha’i Haus ( Wissenschaftler, Architekt und Philosoph 1546 – 1620), wurde 1996 unter der Nr. 1756 ins „Asare Melli“ nationale Kulturdenkmal eingetragen.

Es liegt westlich von der Djame - Moschee (Masjede Jame’ , gebaut 1300) in einem der ältesten Stadtteile von Isfahan (im 3. Stadtbezirk = schahrdarie mantagheje 3).

Das Haus besitzt 11 geschmückte Zimmer (Otagh-é sinati), Küche mit Kachelarbeiten und Nourgier, Keller mit Hos-khaneh, Dachterrasse (Posht-é-bam) und ein Garten mit 2 Baghtsché.

Ursprünglich gehörte es der Tante, Sejnab Soltan Beygom, von Schah Abbas (der erste König der Safawiden-Dynastie 1502-1722). Nach ihrem Tod im Jahr 1017 (ghamari) schenkte Schah Abbas das Haus Scheich Baha’i. Dafür sollte der gläubige Scheikh 5 Mal am Tag für die Seele seiner Tante beten.

Bis zu seinem Tode im Jahr 1620 wohnte der Scheich dann hier. Danach ging der Besitz des Hauses an die Erben.

Im Jahr 1994 kaufte die Familie Djalali-Farahani das Haus, welches mittlerweile größtenteils verfallen war. Mit Hilfe alter Lehrmeister, darunter Meister ihres Faches wie Usta Reza-Aazami (Mogharnass-Arbeiten), Usta Rasam (Malerei-Arbeiten), Usta Ilia (Kachel-Arbeiten) u.a. wurde unter großem Aufwand innerhalb von drei Jahren alles wieder restauriert. Seitdem wohnen Herr Djalali und seine Ehefrau im Haus.

1999 wurde das Haus für UNESCO, Sektion Asien und Ozeanien als schönstes Haus nominiert.

2005 wurde Familie Djalali für ihre Bemühungen vom Sasman-é Miras-é Farhangi (Kulturerbe-Behörde) ausgezeichnet.

Die professionelle Restaurierung des Hauses Scheich Baha’i ist ein Vorzeigeprojekt für weitere Restaurierungen historischer Häusern in Isfahan und im ganzen Iran

geworden. Familie Djalali hat es geschafft mit viel Liebe, Geduld und Idealismus dieses kulturelle Erbe aufrechtzuerhalten.

Nach archäologischen Befunden stammt die Basis des Hauses aus der Zeit der Seltschuken. Teile des Hauses, der Talar (Schahneschin), wurden in der ersten Hälfte der Quadjaren-Dynastie 1779-1925 gebaut. Das Spiegelzimmer am Ende der Quadjaren-Dynastie. Die überwiegenden Räumlichkeiten wurden in der Safawiden-Dynastie gebaut.

Während der Restauration wurde außerdem ein unterirdischer Gang wiederentdeckt, der direkt zum Bad von Scheich Baha’i (Hamam-é Scheich Baha’i) führt. Die Erben des Scheichs können sich noch daran erinnern, dass sie durch diese Gänge zum Bad gingen. In einem Kellerteil hat man auch Laborunterlagen des Scheichs gefunden und man geht davon aus, dass er hier seine wissenschaftlichen Experimente mit Methangas durchführte, womit er auch das Bad beheizte.